Web-Design
Aus: SELFHTML, Version 8.1.1
"Über gutes und schlechtes, richtiges und falsches
Web-Design wird in Fachkreisen endlos diskutiert. Die folgenden Regeln
fassen wichtige Punkte zusammen:
* Form ohne Inhalt ist leer: Ohne vermittelnde
Information,
ohne echte Unterhaltung kann eine Web-Seite optisch noch so
perfekt sein - sie ist dennoch eine Zumutung, und niemand,
der sie besucht hat, kommt ein zweites mal wieder. Wer nichts
zu bieten hat außer ein paar schicken
Bildschirmfüllungen, wird keine dauerhaften Freunde
gewinnen im Web.
* Inhalt ohne Form ist langweilig:
Ohne sinnvolle Strukturierung in kleine Informationseinheiten
und ohne Auflockerung durch Grafiken oder multimediale
Elemente mit Signal-, Symbol- oder Illustrationswirkung ist
Informationsaufnahme am Bildschirm ermüdend und
nervtötend. Bildschirmseiten lassen sich nicht mit
Buchseiten vergleichen.
* Navigation ist angesagt: Ein
Web-Projekt mit viel Informationsgehalt ist zunächst
einmal ein Hypertext-Projekt, und der Eindruck, den es beim
Anwender hinterlässt, hat viel damit zu tun, ob es
einfach ist, darin die gewünschten Informationen zu
finden, ob es Spaß macht, seine eigenen Spuren darin zu
verfolgen, und ob es leicht ist, jederzeit und schnell zu
anderen wichtigen Stellen des Projekts zu verzweigen.
Web-Design ist also mindestens ebenso viel Hypertext-Design
wie Grafik-Design.
* Plattformunabhängigkeit ist angesagt:
Während ein herkömmlicher Designer vorher
weiß, ob sein Entwurf auf einem Bierdeckel oder auf
einer Plakatwand landet, kann der Web-Designer nicht wissen,
auf welchen Anzeigegeräten seine Web-Seiten letztendlich
ihre Wirkung entfalten sollen. In den meisten Fällen
sind unproblematische Designs besser, die mit klaren,
einfachen Formen aufwarten, gute farbliche Kontraste besitzen
und keine üppigen Breiten und Höhen erzwingen. Auch
an so genannte Benutzerrandgruppen wie Sehbehinderte sollte
gedacht werden, in welcher Form auch immer.
* Das Web gehört zum Internet:
Eine Web-Seite hat nicht
nur möglichst gut auszusehen, sie sollte auch möglichst
wenig Bytes haben. Dass die Bandbreiten für die
Datenübertragung beim Durchschnittsanwender
allmählich besser werden, bedeutet nicht, hier und jetzt
zu klotzen, ohne Rücksicht auf den Netzverkehr zu
nehmen. Auch andere Dinge sind zu berücksichtigen. Gute,
aussagekräftige Stichworte und Kurzbeschreibungen in den
Seite Meta-Angaben sind ebenso wichtig für den Erfolg
einer Web-Seite wie ihre optische Wirkung. Denn eine
Web-Seite wird nicht nur von Menschen besucht, sondern auch
von Programmen, die sie für Suchmaschinen im Internet
indizieren."
Lesen Sie auch, was Stefan Münz zum
Thema "guter HTML-Stil" geschrieben hat:
Beispiele für Web-Seiten
Wie man's grundsätzlich richtig macht, steht bei www.webreference.com
und
www.kommdesign.de
Gute und schlechte Beispiele gibt's unter www.killersites.com
und
www.gutesites.de
Nur schlechte Beispiele finden Sie in www.webpagesthatsuck.com
Infos zu gutem Web-Design gibt's auch bei www.microsoft.com/usability/webconf.htm,
www.cc.gatech.edu/gvu,
www.useit.com und www.acm.org/sigchi/webhci
Wie man's grundsätzlich falsch macht, beschreibt in ironischer Form
www.karzaunikat.com/goldhtml
zurück
SELFHTML
von Stefan Münz zu diesem Thema
SELFHTML
mehr von Stefan Münz zu diesem Thema
(Fertige Layouts)